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Sven-SH
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Dabei seit: 16.07.2006
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Arbeitsvermittlungspraxis in SH und HH Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Liebe Leserin, lieber Leser,

aufgrund eigener Erfahrungen, möchte ich hier einmal auf die Thematik der heutigen Arbeitsvermittlung von ALG-II-Empfängern in den beiden genannten Bundesländern hinweisen.

Leider kann ich noch nicht alle Informationen bereitstellen, welche mir zur Verfügung stehen, da ich noch selber involviert bin, dies ändert sich aber spätestens zum 10.12.2006.

Zunächst nur soviel:

Vielen dürfte bekannt sein, dass die sogenannte Kaltaquise in Deutschland aufgrund wettbewerbsrechtlicher Gründe untersagt ist. Hierzu gibt es auch einen entsprechenden Gesetzestext, welchen ich hier nun nicht extra zitieren möchte. Allerdings ist dort erwähnt, dass die Praxis sowohl bei Endverbrauchern als auch anderen Marktteilnehmern nicht gestattet ist.

Scheinbar werden nun die selbst aufgestellten Gesetze umgangen, indem man private Unternehmen mit der Arbeitsvermittlung per Kaltaquise betraut.
So werden ahnungslose Firmen angerufen und am Telefon dazu gedrängt doch einen beim Arbeitsvermittler arbeitssuchend gemeldeten einzustellen. Dies würde auch finanzielle Vorteile mit sich bringen, da das Gehalt teilweise von der Agentur für Arbeit übernommen werde.

Die Adressbeschaffung kommt auf verschiedene subtile Arten zustande. Seien es Stellenanzeigen in verschiedenen Zeitungen, wo die Unternehmen allerdings explizit Bewerber mit bestimmten Qualifikationen suchen, aber auch indem einfach mal die Gelben Seiten aufgeschlagen werden und völlig ahnungslose Unternehmer bedrängt werden.
Unterstützt wird dies durch verschiedene Job-Center in Schleswig-Holstein und Hamburg.

Wie gesagt, weitere Informationen liegen mir bereits vor, können aber noch nicht veröffentlicht werden.

Ich finde diese Praxis der Arbeitsvermittlung durch private Unternehmen schon höchst verwerflich, dass allerdings die Job-Center dies noch unterstützen zeigt doch deutlich, dass alle bislang gemachten Arbeitsmarktreformen reiner Aktionismus waren und sich tatsächlich nichts zum besseren gewandelt hat.

Weitere Informationen folgen, sobald es für mich ungefährlich ist, diese bekanntzugeben.
23.11.2006 13:22 Sven-SH ist offline E-Mail an Sven-SH senden Beiträge von Sven-SH suchen Nehmen Sie Sven-SH in Ihre Freundesliste auf
Jäger Jäger ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 30.07.2006
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RE: Arbeitsvermittlungspraxis in SH und HH Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Strukturvertrieb sind auf Mitarbeitersuche und nehmen damit Einfluss auf den Arbeitsmarkt

Jobagenturen übernehmen wesentliche Aufgaben der Arbeitsverwaltung, u.a. Bewerbertrainings. Fragwürdig ist oft deren Praxis, da die Arbeitsagenturen hier wesentliche öffentliche Fördermittel transferieren. Die Frage bleibt, ob dies auch Früchte trägt.

Viel gefährlicher ist die Unterwanderung des Arbeitsmarktes durch Strukturvertriebe. Hier ist ein "Abfischen" leichter Beute zu beobachten. Mit beeindruckenden Versprechungen werden Arbeitssuchende gelockt. Hier ist Beratung durch die Arbeitsagenturen gefragt.
Da diese nicht erfolgt, machen Strukturvertriebe leichte Beute. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass sich viele aus Notlagen heraus in die Selbstständigkeit locken lassen.

Damit verbessert sich die Arbeitslosenstatistik.

Hinweise zu Strukturvertrieben:
MLM ist dann illegal, wenn bei der Werbung nicht das Produkt im Vordergrund steht, sondern ein Gewinnversprechen für den Fall, dass man selbst auch wieder Verbraucher wirbt und dabei ebenfalls wieder in erster Linie das Gewinnversprechen bewirbt. Diese Vorgehensweise wird auch als Progressive Kundenwerbung bezeichnet.

In der Praxis wird selbst bei Anwerbe-Veranstaltungen von "seriösen" Unternehmen meist nicht das Produkt, sondern das Gewinnversprechen in den Vordergrund gestellt. Deshalb sind viele Kritiker der Meinung , dass es keine legale Form von MLM geben kann, steht und fällt das rechtliche Risiko doch mit dem einzelnen Mitarbeiter.

Wie das unternehmerische, so wird auch das rechtliche Risiko bei MLM auf die unteren Ebenen abgewälzt. Diese werden ggf. für Wettbewerbsverstöße wie unlautere Werbung (z.B. Spam), progressive Kundenwerbung, arzneirechtliche Verstöße usw. in Haftung genommen, während das MLM-Unternehmen jegliche Verantwortung dafür bestreitet. Gerade im Internet besteht ein hohes finanzielles Risiko, weil Verstöße dort leicht aufzufinden sind und gewerbliche Abmahnungen dort massenhaft mit dem Motiv der Bereicherung durch Anwaltsgebühren und Schadenersatz, oft in Höhe von mehreren tausend Euro pro Fall, versandt werden.


Bekannte in Deutschland tätige Netzwerk-Marketing-Organisationen [Bearbeiten]AWD Allgemeiner Wirtschaftsdienst (Finanzen)
DVAG Deutsche Vermögensberatung (Finanzen)
Amway, Quixtar, Alticor (Haushalt); die Produktion ist v.a. in den USA
HMI-Organisation (Versicherung)
Herbalife International (Nahrungsergänzung)
LifePlus International (Nahrungsergänzung)
MLP AG (Finanzen)
OVB Vermögensberatung (Finanzen)
Tahitian Noni (Nahrungsergänzung)
Tiscali (Internet-Serviceprovider)
Tupperware (Haushalt)

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Jäger am 24.11.2006 17:34.

24.11.2006 17:32 Jäger ist offline E-Mail an Jäger senden Homepage von Jäger Beiträge von Jäger suchen Nehmen Sie Jäger in Ihre Freundesliste auf
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