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Zum Ende der Seite springen Schreiben an MdB Rüdiger Veit (Wahlkreis 175) und Leserbrief  
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Jäger Jäger ist männlich
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Dabei seit: 30.07.2006
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Herkunft: Hessen

Fragezeichen Schreiben an MdB Rüdiger Veit (Wahlkreis 175) und Leserbrief Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Veit,

als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises 175 überlasse ich Ihnen meinen Leserbrief - der durchweg positive Resonanz erntete - mit der Bitte die genannten Themen nachhaltig im Interesse des Gemeinwohles in der großen Koalition auf die Tagesordnung zu bringen und zu realisieren:

- Transparenz der Staatshaushalte durch Doppik herstellen

- Fairness durch angemessene Diäten und bezahlbare Versorgungsregeln

- Regeln für Vorstandshandeln in deutschen Unternehmen (AG, eG, KGaA, Sparkassen)bei Arbeitsplatzvernichtung (Massenentlassung)

- Vereinfachung des Steuerrechts (EStG, UStG, einschl. DV und RL)

- Verschärfung der Wirtschaftlichkeitsanforderungen an öffentl. Haushalte

- Entschärfung der Kreditvergaberegelungen in der Kreditwirtschaft

- Flächendeckende Einführung von Regionalfonds zur Eigenkapitalstärkung regional tätiger mittelständischer Unternehmen

- Reduzierung der Zahl gesetzlicher Krankenkassen

- Einführung eines von Patienten kontrolliertes Abrechnungs- und
Beitragssystem als Ersatz des unsinnigen "Risikostrukturausgleiches"

- Faires Vergütungssystem für orginäre ärztliche Leistungen

- Einführung von Mindestlöhnen bei öffentlichen Aufträgen unter Offenlegung auch der eingesetzten Subunternehmen

- Schaffung einer EU-weiten Lohnskala nach Branchen und Regionen (Börse fürArbeit/ analog Börse für Kapital)

- Abschaffung der menschenunwürdigen "Ein-Euro-Jobs"

- Einführung von Ausbildungsplatzbörsen in den Regionen, mit dem Ziel der größeren Transparenz des Ausbildungsplatzangebotes (evtl. über IHK, HWK)

Vielen Dank für die Kenntnisnahme und Ihre Umsetzungsbemühungen.

Herzliche Grüße aus Grebenau

Heinz Jäger



Leserbrief vom 11. April 2006:

Meine Lesermeinung, nachdem Schüler seltsame Ziele anlässlich einer
positiven Qualifizierungsoffensive der Vogelsbergconsult kommunizierten:

"Solidarität und Partnerschaft werden zu Fremdwörtern in unserer
Gesellschaft. Alle Zeichen stehen auf Blockade/Ausgrenzung, um einen Keil zwischen Eliten und Aussortierten zu schlagen.

Wenn Schüler in Alsfeld als Berufsziel "Hartz IV-Empfänger" kommunizieren, dann kann man das als Ironie bezeichnen. Es ist aber leider Hilflosigkeit und Resignation.

Wenn Bürgermeister ihrer (hämischen)Freunde einen "Ein-Euro-Jobber"
eingestellt zu haben immer wieder Ausdruck verleihen, dann kann man dies als Sparmaßnahme verkaufen. Es ist aber leider Wettbewerbsverzerrung und Versklavung.

Wenn Ärzte für ihren angemessenen Honoraranspruch ihre Praxis
bzw. OP auf die Straße verlegen müssen, dann kann man dies als überzogene Forderung hinstellen. Es ist aber nur fair, für gute Leistung ein angemessenes Honorar zu verlangen.

Wenn Krankenkassen wie Kraut aus dem Boden schießen und damit hohe Verwaltungskosten verursachen, so kann man
dies als Wettbewerb bezeichnen. Es ist aber Raub an den beitragszahlenden Kassenpatienten.

Wenn Kassenpatienten nicht kontrollierend bei der
Leistungsabrechnung ihrer Kassen mitwirken, so kann man dies als
unbürokratisches Abrechnungsverfahren der Kassen bezeichnen. Es wird damit aber einem Abrechnungsbetrug Tür und Tor geöffnet.

Wenn Banken nach hohen Kreditausfällen von 1990 bis 2004 ihre Kreditstrategie von Vollgas auf Vollbremsung umstellen und gleichzeitig notwendige Beratungskapazitäten durch Entlassung abbauen, so kann man dies als vorsichtige und verantwortungsvolle Risikopolitik und Kostenmanagement verkaufen. Es ist aber ein Wachstumshemmnis erster Ordnung.

Wenn die Bankenaufsicht www.bafin.de www.bundesbank.de restriktive Kreditvergaberichtlinien erlässt, so kann dies als Maßnahme gegen Misstände im Kredit- und Finanzdienstleistungswesen bezeichnet werden. Es kommt jedoch bei verschärfter Anwendung durch die Prüfungsverbände www.bankenverband.de der Bankengruppen fast einem Kreditverbot für Unternehmen in Krisensituationen gleich. Krisen die gerade unsere strukturschwache Region besonders treffen.

Fairness und Partnerschaft in den Regionen ist gefragt. Solides Wirtschaften auf allen Ebenen heisst nicht Sparen um jeden Preis, sondern notwendige wichtige Maßnahme zu fairen Preisen/Kosten realisieren.

Das heißt im Klartext, fairer Lohn für gute Leistung und angemessene
Sozialleistungen für nicht mehr im Erwerbsleben stehende
Menschen.

Wir müssen freies Kapital - welches in hohem Maße vorhanden ist
- sinnvoller Verwendung zuführen. Kapital aus der Region für die Region ist meine Idee eines Regionalfonds, die der Wirtschaftsausschuss des www.Vogelsbergkreis.de -es und Landrat Marx auf meine Initiative am 20. Februar mit einstimmigem Votum aller Fraktionen zur Umsetzung durch den Kreisausschuss in Auftrag gegeben hat.

Unternehmer werden heute, in vielerlei Hinsicht in eine falsche Ecke
gestellt, im Rahmen von Betriebsprüfungen der Finanzbehörden sogar
kriminalisiert (Orginalton eines Unternehmers).

Unternehmer mittelständischer Betriebe schaffen Arbeitsplätze und übernehmen eine hohe gesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung. Dies bedarf einer angemessenen Würdigung. Ohne risikobereite Unternehmer in unserer Region würde die Existenzgrundlage Vieler in Frage stehen.

Globalplayer vernichten derzeit Arbeitsplätze in Deutschland, weil angeblich die Personalkosten zu hoch sind. Tatsächlich haben wir eine hohe Produktivität aufgrund hervorragender Qualifikation der Belegschaften, die gerade dem Maschinenbau zu hohen Exportüberschüssen verhelfen.

Die Versorgungsregelungen unserer (Staats-) Diener und die Raffgier von Vorständen deutscher Unternehmen machen den Staatsapparat handlungsunfähig. Die Pensionslasten der öffentlichen Hand sind Wachstumsblockade und Handlungshemmnis aller ersten Ordnung.

Die Staatsquote muss deutlich zurückgeführt werden, aber nicht mittels Privatisierung (Bahn/Post/Flugsicherung führte bzw. führt zu Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste), sondern durch Einführung angemessener und bezahlbarer Versorgungsregeln für Staatsdiener.

Transparenz der Staatshaushalte muss durch Doppik dringend hergestellt werden, d.h. auch Passivierung von Pensionsverpflichtung und Aktivierung von Staatsvermögen.

Unsere Volksvertreter auf allen Ebenen von der Gemeinde bis zum Bund müssen Fairness durch angemessen Diäten und Versorgungsregeln einführen.

Herr Abgeordneter Rüdiger Veit (Direktkanditat unserer Region) gehen Sie mit gutem Beispiel voran.


Wir sind ein Volk, so riefen die nach Freiheit Strebenden in Leipzig 1989.
Wir sind ein dummes Volk, so müssen wir 2006 erkennen, denn wir zerstören fortlaufend unsere Solidargemeinschaft."

Ende des Leserbriefes

Herzliche Grüße


Anhang für Sie Privat:
Der Deutsche Bundestag hat einen Antrag der Linkspartei vom 16.März
vorliegen, den ich Ihnen zur Lektüre empfehle. www.bundestag.de


Heinz-Volker Jäger
Südhang 4

36323 Grebenau
www.ratingberatung-jaeger.de
Info@ratingberatung-jaeger.de
Tel. 06646/8243
Fax 06646/919602

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Jäger am 30.07.2006 16:47.

30.07.2006 16:25 Jäger ist offline E-Mail an Jäger senden Homepage von Jäger Beiträge von Jäger suchen Nehmen Sie Jäger in Ihre Freundesliste auf
Matthias_Dilthey Matthias_Dilthey ist männlich
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Dabei seit: 20.07.2006
Beiträge: 186

RE: Schreiben an MdB Rüdiger Veit (Wahlkreis 175) und Leserbrief Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Lieber Jäger, liebes Forum,

wie kann es sein, daß so ein (offener) Brief berechtigter Weise geschrieben werden konnte?

Jäger hat in seinem Brief Forderungen aufgestellt und Mißstände angeprangert, die es nur geben kann, wenn die Abgeordneten ihrer Verpflichtung nicht nachkommen.

Ihrer Verpflichtung, den Souverän zu vertreten.

Mir drängt sich immer stärker der Verdacht auf, unsere Abgeordneten vertreten ausschließlich ihre eigenen Interessen; keinesfalls die ihrer Wähler.


Matthias Dilthey
07.08.2006 23:53 Matthias_Dilthey ist offline E-Mail an Matthias_Dilthey senden Homepage von Matthias_Dilthey Beiträge von Matthias_Dilthey suchen Nehmen Sie Matthias_Dilthey in Ihre Freundesliste auf
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