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Jäger Jäger ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 30.07.2006
Beiträge: 245
Herkunft: Hessen

cool Welt verändern in kleinen Schritten? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Angeordnete Mehrarbeit in Betrieben, die von Gewerkschaftssekretären kritisch beurteilt und abgelehnt werden, wird von interessierte Seite Politik, Presse, Geschäftsführungen und Verbänden im Konzert durchgesetzt. Die Ablehnung der Betriebsräte wird als Unruhstiftung angeprangert, deren Reaktionen werden aber nicht publiziert.

Demokratie in Deutschland ist verbunden mit:

- Anprangerung
- Mundtodmachen
- Entlassungen
- Psychoterror

"Wehe Einer muckt auf, der kann seines Lebens nicht mehr froh sein"

Erste Priorität hat:

- Maulhalten
- Wegducken
- Schaffen für Kleingeld
- Fette Beute machen für Bestimmer und Radfahrer
- Aussortierte mit HARTZ IV abspeisen
- Verrecken lassen
- Drauftreten


Ich wünsche ein schönes Erntedankfest!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Jäger am 01.10.2006 13:54.

01.10.2006 13:53 Jäger ist offline E-Mail an Jäger senden Homepage von Jäger Beiträge von Jäger suchen Nehmen Sie Jäger in Ihre Freundesliste auf
emma
unregistriert
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Hallo Jäger!
Ich kann Deinen Frust nachvollziehen. Aber: ich persönlich kenne so beides: die "abgehobene" intellektuelle Diskussionsebene und nach 30 Jahren Gastronomie auch die "Stammtischpolitik" zu genüge! Und dort ist man mehr am "Puls" als man gerne geringschätzig meinen mag. Ich habe dort jedenfalls wesentlich mehr "gehaltvolle" Diskussionen erlebt, als oft auf "akademischer" Ebene" !
Ich will damit sagen, dass für mich ein Ansatz in diesen Gefilden vermutlich wesentlich zielführender wäre, als mit dem berühmten Sonnenschirm und Klapptisch in der Fußgängerzone zu stehen. Wäre jedenfalls mein Ansatz, die Themen Bürgergeld etc. in die Köpfe zu pflanzen....Und vielleicht wären die Schritte dann gar nicht so klein...Um jedenfalls dort meine Anliegen zu transportieren, musste ich flexibel in der Ausdrucksweise werden, Gespür entwickeln, für die passenden "Bilder" - aber das ist es, was ich mir unter "Bürgernähe" konkret vorstelle! Dieser "Grundeinkommenstag" war in seiner Gestaltung (und Sprache) noch weit von den "breiten Massen" entfernt...So wundert mich das alles wenig!
Aber diesen Graben KANN man zuschütten, davon bin ich überzeugt....
LG emma
01.10.2006 14:36
Jäger Jäger ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 30.07.2006
Beiträge: 245
Herkunft: Hessen

Themenstarter Thema begonnen von Jäger
Stammtische zur Politischen Diskussion nutzen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Emma,

deine Erfahrungen kann ich nur bestätigen. Viele Menschen beschäftigen sich, weit weg von Talkshows und Medienrummel in kleinen vertrauten Kreisen - auch am Stammtisch - mit den Problemen unserer Zeit.

Die Diskussionen der "kleinen Leute" am Stammtisch entwickeln sich aus eigenen Lebenserfahrungen und haben Substanz.

Unsere Politiker - einschl. der Bürgermeister kleiner Kommunen - schauen zu und beteiligen sich nicht mehr an den "banalen Problemen".
Vielmehr werden kritische Stimmen, als Quereler angeprangert und aus politischen Gremien rausgeekelt.

Die politische Klasse will willfähriges "Stimmvieh" und nur keine "Unruhe".

Ganze Parlamente, die einen kriitschen Diskurs führen, werden als "Wilder Westen" oder ähnlich abwertender Titel behaftet.

Herzliche Grüße

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Jäger am 01.10.2006 15:26.

01.10.2006 15:26 Jäger ist offline E-Mail an Jäger senden Homepage von Jäger Beiträge von Jäger suchen Nehmen Sie Jäger in Ihre Freundesliste auf
emma
unregistriert
RE: Stammtische zur Politischen Diskussion nutzen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Nun, wir sind hier an der "Basis" einer neuen Partei. Mit mir wird's nur auf "unwirtlichen" Wegen gehen. Für Politkarriere und als Altvorderenzäpfchen bin ich zu alt. Ich brauche kein Kompetenzgerangel und wilde Selbstdarstellungsrituale. Ich spüre mich hier gerade ein. Geht's nicht mehr um Inhalte, sondern nur um Pöstchen und Elaborate, bin ich auch schon wieder weg....Wenn ich als "Politiker" meine Inhalte an einem Tresen nicht mehr vermitteln kann, gibt es nur 2 Möglichkeiten: ENTWEDER, ich habe mich längst in lebensfremde Sphären entfernt - ODER die "Basis" versteht mein Anliegen und die Zusammenhänge nicht, weil die BILDUNG und Information fehlt...Oder beides...
Insofern bin ich im "Wilden Westen" dabei, sofern es keine Showbühne ist...
LG emma
01.10.2006 16:51
Matthias_Dilthey Matthias_Dilthey ist männlich
Administrator


Dabei seit: 20.07.2006
Beiträge: 186

RE: Stammtische zur Politischen Diskussion nutzen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von emma
Nun, wir sind hier an der "Basis" einer neuen Partei. Mit mir wird's nur auf "unwirtlichen" Wegen gehen. Für Politkarriere und als Altvorderenzäpfchen bin ich zu alt. Ich brauche kein Kompetenzgerangel und wilde Selbstdarstellungsrituale.

Damit sprichst Du einige der großen Probleme Deutschlands an. Gute Lösungen können nur durch Meinungsverschiedenheiten (Dissens) erarbeitet werden.
Denn nur durch Begründen und Widerlegen der Meinungen kann die "gute Lösung" gefunden werden.

Die, die den Mund halten und abnicken, sind die eigentlichen Hemmschuhe in unserer Gesellschaft. Dummerweise wird dieses Verhalten aber in Politik und Wirtschaft belohnt, denn es geht nicht mehr um die Firma oder das Land, sondern um die Position der Führenden.

Zitat:

Geht's nicht mehr um Inhalte, sondern nur um Pöstchen und Elaborate, bin ich auch schon wieder weg....

Nicht nur Du, sondern auch der Wähler. Der rennt nämlich in das Lager der Nichtwähler.

Zitat:

Wenn ich als "Politiker" meine Inhalte an einem Tresen nicht mehr vermitteln kann, gibt es nur 2 Möglichkeiten: ENTWEDER, ich habe mich längst in lebensfremde Sphären entfernt - ODER die "Basis" versteht mein Anliegen und die Zusammenhänge nicht, weil die BILDUNG und Information fehlt...Oder beides...
Insofern bin ich im "Wilden Westen" dabei, sofern es keine Showbühne ist...
LG emma

Die zum Verständnis notwendige Kenntnis der Zusammenhänge erfordert sehr viel Information und Bildung, denn die Probleme unsere Welt sind sehr viel komplexer geworden. Ich kann es keinem Menschen verübeln, sich dem Problemverständnis zu verweigern.
Zu sehr belasten akute (über-)Lebensprobleme Geist und Herz der Menschen.

Unsere Aufgabe muß es sein, die Menschen für das Problemverständnis zu öffnen, zu interessieren. Erst dann dringen wir mit unserem Anliegen zu den Köpfen vor.

Die "Showbühne" sollten wir denen überlassen, die keine Konzepte zu vermitteln haben.


Matthias Dilthey
01.10.2006 23:16 Matthias_Dilthey ist offline E-Mail an Matthias_Dilthey senden Homepage von Matthias_Dilthey Beiträge von Matthias_Dilthey suchen Nehmen Sie Matthias_Dilthey in Ihre Freundesliste auf
emma
unregistriert
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Hallo Matthias!
Danke, dass Du Dich mit meinem Beitrag auseinandergesetzt hast.
Ja, immer mehr Menschen sind mit Alltagsproblemen be-und überlastet, sodass für "zusätzliches" Problembewusstsein weder Interesse, noch Energie bleibt. Dann schaltet man in Atempausen nur noch ab, wie auch immer. Das kenne ich von mir auch. Ich glaube nicht, dass die Hauptschwierigkeit ist, die Leute für Problembewusstsein zu öffnen - wenn es um greifbare Probleme geht, wird schon allerortens heiss diskutiert! Das Hauptproblem sehe ich in der "Sinnlosigkeit". Man regt sich auf, man hat Ideen, man fühlt sich nirgends mehr vertreten, man fühlt sich über den Tisch gezogen. Wir haben unsere ehemals gutgemeinte Demokratie schon längst vor die Hunde gehen lassen. Das ist doch nur noch eine Karrikatur! NOCH gefährlicher, als eine offene Diktatur! Alle Manipulationen werden "weichgespült", verdeckt gesteuert. Unsere Demokratie-Rituale sind doch längst leere Hülsen. Das spürt auch der "kleine Mann". Demokratie muss geübt werden! In der Familie, in den Schulen usw. In den 60/70er Jahren GAB es noch Schülerparlamente, mit Leben gefüllt. 1 Stunde die Woche (oder im Monat-weiss ich nicht mehr genau....) gab es eine Besprechungsstunde im Stundenplan. Wenn ich meine Kinder danach frage, schauen sie mich fragend an. Klassensprecher werden heutzutage nur noch gewählt, um die Mensamarken zu verteilen...Alles im Sande versickert. Und DA fängt doch die Bildung der Problembewusstheit an, und sollte im Ernstfall geschult und gefördert werden. Ich war ehrlich erschrocken, als ich realisiert hatte, dass diese Gremien gar nicht mehr existieren in dieser Form. Da wundere ich mich dann auch nicht mehr über die Fortsetzung an den Unis: weitgehende Friedhofsruhe...Und so setzt sich das immer weiter fort.
Ich denke, die Themen müssen den Alltag berühren - das wird nicht weiter schwierig sein. Aber GLAUBWÜRDIGKEIT und das Vertrauen in MACHBARKEITwerden jeder neuen Partei und der Wiederbelebung echter Demokratie großer Stolperstein sein. Dieses politische Marionettentheater dauert einfach schon ziemlich lange an...ich bin echt gespannt, ob es dazu sinnvolle Konzepte gibt! WIE die Energien mobilisieren...?
LG emma

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von emma am 01.10.2006 23:59.

01.10.2006 23:57
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