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Beitragvon MatthiasDilthey » 11. Januar 2012, 22:30

Prinzipiell ist eine möglichst breite Medienlandschaft wünschenswert. Jedoch ist zunehmend die Tendenz der Gleichschaltung der unterschiedlichen Medien feststellbar.

So sind die Unterschiede der Programme der Privat-TV-Sender nur noch marginaler Natur und die öffentlich-rechtlichen Sender gleichen sich mehr und mehr den Privaten an.

ARD und ZDF werden bekanntermaßen durch Zwangsgebühren (GEZ) finanziert. Diese Finanzierungsform soll eine unabhängige Programmgestaltung, und zwar unabhängig von Regierung, Werbeeinnahmen und bedingt auch von Einschaltquoten, sichern. Sie haben einen Kultur- und Bildungsauftrag.

Doch diesen Aufgaben kommen die öffentlich-rechtlichen nicht in ausreichendem Maß nach. Anstelle Alternativen zu den billigen „Reality-“ und „Talkshows“ der Privaten anzubieten und Marktnischen abzuarbeiten, werden Millionen Euro für Sportübertragungsrechte ausgegeben.

Dieses Informationsangebot sollten die öffentlich-rechtlichen doch den Privatsendern überlassen. Nicht nur, daß diese Gelder bei einer dem Auftrag entsprechenden Programmgestaltung fehlen, es leidet auch das Angebot darunter.

Im Bereich der Print-Medien ist der „Gleichschaltungsprozess“ interessanterweise nicht in dem Maß zu beobachten.

Leider versucht der Staat nun auch Kontrolle über das Internet zu erlangen. Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Kinderpornographie) ist es im Interesse einer sozial orientierten Gesellschaft kontraproduktiv, sämtliche Freiräume zu nehmen.

Zu überdenken ist auch die Darstellung von Gewalt in Action-Filmen und Video-Spielen. Der Freiraum, den der Gesetzgeber Mord- und Totschlagszenen läßt, steht in keinem Verhältnis zu dem, was im Erotiksektor zulässig ist.
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”
(Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie)
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