Müll / Abfallwirtschaft

Müll / Abfallwirtschaft

Beitragvon MatthiasDilthey » 11. Januar 2012, 22:57

Grundsätzlich ist der Gedanke der Müllvermeidung und des Recycling richtig. Nur wurde der Weg dazu falsch gewählt. Dosenpfand und „Grüner Punkt“ produzieren immense Kosten für die Bürger und bescheren einigen konzessionierten Unternehmungen horrende Gewinne.

Ausgehend von dem ganzheitlich-rahmenorientierten Denkansatz und der Erkenntnis, daß Müll umweltschädlich ist, stellt sich die Frage, was ist Müll?

Müll ist all das, was auf Deponien oder Verbrennungsanlagen entsorgt wird. Und genau diese Mengen gilt es drastisch zu verringern.

Abfall wird immer dann zu Müll, wenn eine Aufbereitung aus Kostengesichtspunkten nicht lohnend erscheint.

In der großen Mehrzahl der Fälle ist das immer dann der Fall, wenn verschiedene Stoffe so miteinander verbunden sind, daß eine Trennung nicht oder nur aufwendig erfolgen kann.

Doch wie ist die Industrie dazu zu bewegen, auf den Einsatz schwer trennbarer Verbundstoffe zu verzichten, ohne dabei die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit einzubüßen?

Einen Lösungsansatz könnte eine relativ hohe Besteuerung der Primärrohstoffe (z.B. Erdöl) und eine „Negativsteuer“ auf Sekundärrohstoffe (z.B. Recycling-Kunststoff) bieten, wobei die Steuern dazu miteinander verrechnet werden.

Das hätte zur Folge, daß Abfall endlich den Status eines Sekundärrohstoffes bekäme und nicht als Müll vergeudet werden würde.
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”
(Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie)
MatthiasDilthey
 
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